Raubseeschwalbe (8.9.21)

Wir hofften am Klingnauer Stausee auf ein bisschen Greifvogelzug, wurden aber enttäuscht.

Dafür sahen wir das schon seit mehereren Tagen anwesende Odinshühnchen, weit, weit weg, und das ist ein kleiner Vogel.

Schöner zeigte sich eine Raubseeschwalbe, allerdings nur einmal bei einem Vorbeiflug. Nachher war sie etwa soweit weg wie das Odinshühnchen.

Zwei Tage vorher sah ich in Zürich einen Gartenrotschwanz.

Spätsommer (25.8.21)

Von einem Sommer kann dieses Jahr ja nicht wirklich geredet werden, weshalb auch wenige schlaue Fotos machbar waren - in möglichen Regen geht man einfach nicht so gerne.

Trotzdem gab es einige Gelegenheiten für das eine und andere Naturfoto.

Im Wallis wohnten wir zwei Nächte in Erschmatt im Hotel Roggen - neu, empfehlenswert. In der Umgebung dieses Dorfes oberhalb Leuk sahen wir Heuschrecken, Schmetterlinge und auch einmal einen Schlangenadler.

grosse Höckerschrecke

rotflügelige Oedlandschrecke

Schlangenadler

Am Katzensee gefielen die zwei Dorngrasmücken und die drei Neuntöter - zwei Jungvögel und ein adultes Männchen.

Am Klingnauer Stausee zeigte sich ein Seidenreiher von der artigen Seite. Er blieb längere Zeit in fotogener Distanz, so dass auch die Handy-Fotografen ihr Vergnügen hatten. Etwas später gab es eine seltene Weissflügelseeschwalbe , erstes Jahr, zu bestaunen. Zum Fotografieren war sie sehr tricky, denn der  Vogel flog äusserst unberechenbar und nicht gerade sehr nah, zudem störte vielerorts das hohe Schilf, denn der Vogel jagte offenbar Insekten, auch welche, die sich nahe der Wasseroberfläche befanden.

Seit langem betätigte ich mal wieder den manuellen Fokus.

Weissflügelseeschwalbe

 

 

Hänfling (21.7.21)

Für 2 Tage war wieder einmal schönes Wetter angesagt - eine Seltenheit diesen Sommer. Wir packten die Gelegenheit beim Schopf und fuhren für 2 Tage auf die Melchsee-Frutt. Natürlich machten wir den ausgesetzten Bartgeiern im Henglihang einen Besuch. Das Jungtier BelArosa hatte am Tag zuvor seinen Erstflug gemacht, während Donna Elvira am Aussetzungsort fleissig Flugübungen machte. Für ein gscheites Foto war es aber zu warm und zu weit weg. Auf der Seite www.bartgeier.ch kann die Geschichte der beiden Jungvögel spannend geschrieben nachverfolgt werden. Eine sehr empfehlenswerte Adresse.

Weitere Greifvögel gab es auch zu sehen: Ein Rotmilan zog hoch oben seine Kreise, ein Wanderfalke käkerte und wurde von einem Turmfalkenmännchen gehasst.

Kleinvögel sahen wir vor allem am Vormittag oberhalb der Kapelle: Hänfling, Birkenzeisig in grossen Gruppen, Zitronenzeisig, Steinschmätzer, Hausrotschwanz, Bergpieper.

Am Mittwoch performte ein Hänflingmännchen...

... und am Tag darauf ein Birkenzeisig.

Zauneidechse (15.7.21)

Zauneidechsen waren bis Ende des letzten Jahrhunderts die typischen Eidechsen in der Stadt. Überbauungen, Ordnungswahn und saubere Strassenränder liessen den Lebensraum schrumpfen. Gleichzeitig breitete sich die weniger anspruchsvolle Mauereidechse aus, die ursprünglich in Zürich gar nicht vorkam, sich aber den Bahngleisen entlang verbreitete. Man erzählt auch, dass Schrebergärtner die Eidechsen in den in die Gärten brachten und dort ansiedelten.

Zauneidechsen kommen gemäss Verbreitungsatlas der Karch auf dem gesamten Stadtgebiet vor. Verschiedene Beobachter haben allerdings den Eindruck, dass es nur noch wenige Vorkommen gibt.

Bei mir im Schrebergarten konnte ich die letzten vier Jahre keine Zauneidechse beobachten. Dieses Jahr allerdings zeigte sich bereits 3 Mal ein Männchen, einmal hoch über Boden im Lavendel, ein anderes Mal vor vom Regen heruntergedrücktem Natterkopf.

Nun hoffe ich, dass es nicht nur dieses Männchen gibt, sondern dass auch Weibchen da sind, und sich eine Population entwickeln kann. Problematisch allerdings ist der Einsatz von Fadenmähern, die von sauberkeitsfanatischen Gärtnern gerne benützt werden.

Im Garten gab es noch weitere interessante Beobachtungen:

Nymphen vom Grünen Heupferd und von der punktierten Zartschrecke, den zottigen Bienenkäfer oder auch die Ackerhummel.

Einmal, an einem kühlen Morgen, sass eine Hornisse auf einer Pfingstrose, wahrscheinlich verköstigte sie sich am austretenden Saft, der auch andere Insekten anzog.

Ausserhalb meines Schrebergartens gab es der Witterung wegen weniger Shots. Erwähnenswert sind die Testbilder mit der Z7 2 (z.B. Haubentaucher oder Kormoran) sowie Karmingimpel und Sumpfrohrsänger, beide mit der D500 im Urserental fotografiert.

 

 

Junge Wildkatzen, Tierpark (2.7.21)

In der Zeitung las man von jungen Luchsen im Tierpark Langenberg. Das reizte natürlich den Tierfotografen. Heute war ich zum zweiten Mal innert zwei Wochen dort, nachdem der erste Besuch zu Null Fotos geführt hatte.

Junge sah ich diesmal auch keine, aber von einem weiblichen Alttier konnte ich ganz nette Fotos machen, trotz des dicken Gitters davor.

Interessant war es bei den Wildkatzen. Die beiden Alten haben quicklebendige Junge, was beim vorhandenen Licht und nur längeren Belichtungszeiten eine Herausforderung ist. Einige nette Fotos glückten mir trotzdem.

Weitere Fotos zum Luchs gibt es in der Kategorie Zootiere, ebenfalls zu den Wildkatzen.

Übrigens: Zum ersten Mal kam die Nikon Z72 zum Einsatz, in Kombination mit dem 500mm/F4. Überzeugend, finde ich.