Cassons (26.8.26)

Endlich - auf diesen Herbst haben wir gewartet - kann man wieder zum Cassons hochfahren. Das heisst: nicht ganz. Die letzten 200 steilen Höhenmeter muss man selbst unter die Füsse nehmen. Auf dem Grat trafen wir zuerst auf einen Ranger, mit dem wir längere Zeit plauderten und von wo aus man auf eine Gruppe Fotografen schauen konnte, die den einzigen sichtbaren Mornellregenpfeifer umzingelt hatten. Allerdings nur vom Weg aus, denn neu ist das Gebiet geschützt und man darf sich nur noch auf den Wegen bewegen. So fallen natürlich die speziellen Erlebnisse von früher weg, wo man sich abseits setzen konnte und die Mornells dann irgendwann auf einen zu liefen, oft ganz nah, sofern man ruhig blieb. Wir suchten dann nach weiteren Mornells, sahen aber nur noch 2 vorbeifliegen, etwa zur gleichen Zeit, als zunächst ein Bartgeier eine Runde drehte und später noch zwei Gänsegeier durchzogen. Die gewünschten Kleinvögel hielten sich natürlich auch nicht in Wegesnähe auf. Etwa um 13 Uhr machten wir uns - leicht enttäuscht - wieder an den Abstieg. Bei der Bergstation Cassons wimmelte es vor Touristen, und wir flüchteten vor dem Bahnhofstrasse-Feeling.

Das war unser letzter Cassonsgrat-Ausflug, denn gerade billig ist die Sache auch nicht: mit dem Halbtax von Zürich nach Bergstation Cassons kostet ziemlich genau 125 Franken pro Person, am Wochenende noch mehr.

Die Kulisse ist ja schon grossartig, weshalb sich diese Touristin mit den Tschingelhörnern im Hintergrund verewigt.

Der wohl aussichtlose Kampf gegen das Verschwinden von Gletschereis zeigt sich schön am Vorab: Mit Blachen abgedeckte Eisflächen, und daneben schmilzt der Gletscher weg.

Als schöne Erinnerung bleiben Mornell-Bilder von früher, wie hier aus dem Jahr 2015.

Dunkelwasserläufer (19.8.26)

Der tiefe Wasserstand der Seen und Flüsse ergibt ganz neue Nahrungsplätze für Durchzügler, so zum Beispiel entlang des Hurdener-Dammes und in den meisten Uferbereichen.

Bei Rapperswil-Jona konnten wir Tüpfelsumpfhühner, Blaukehlchen und Füchse (weit entfernt) beobachten (Danke Andreas).

In der Nähe der Schiffdurchfahrt Zürichsee - Obersee sahen wir unter anderem 2 Schilfrohrsänger und zwei Zwergdommeln sowie einen Dunkelwasserläufer.

Ab 10 Uhr war es aber bereits sehr heiss, was sowohl Beobachten als auch Fotografieren nahezu unmöglich machte.

Lebenszeichen (14.8.26)

Nein, ich bin noch nicht verdorrt, auch wenn der Foto-Output mehr als mager ist.

Der heisse Sommer mit den hohen Temperaturen ab 9 Uhr verunmöglicht wegen Hitzeflimmerns viele Fotosituationen. Kommt dazu: Der Gemüsegarten erfordert fast tägliche Betreuung, der hat enormen Durst. Also bleiben auch Ausflüge in die Berge Mangelware. 

So gibt es nur gelegentlich Schnappschüsse aus dem Garten, wie zum Beispiel die gewöhnliche Strauchschrecke, und natürlich die Sonnenfinsternis, von unserem Dach aus.

Birkenzeisig (23.6.26)

Bei den hohen Tagestemperaturen zur Zeit flüchteten wir für 3 Nächte nach Pontresina. Wir beobachteten auf der Alpe Languard, bei Samedan/Bever und in der Ebene Plauns bei Morteratsch.

Die beste Beobachtung - nicht fotografierbar - machten wir im wunderschön kiesbettbestückten Fluss bei Plauns, wo zunächst auf kleinem Raum 2 Flussregenpfeifer und 3 Flussuferläufer zu sehen waren. Später entdeckten wir nochmals 2 zusätzliche Flussuferläufer. Ebenfalls in jener Gegend, aber direkt neben dem breiten Fahrweg, suchten Birkenzeisige Nahrung.

Auf der Alpe Languard gab es viele Murmeltiere, die Jungen waren aber noch nicht im Freien. Auf dem Abstieg mit „Chnüschlotteri“ kamen wir bei einer Buntspechthöhle vorbei. Die Buntspechte im Oberengadin sind etwa 3 Wochen später dran als die rund um Zürich.

Ein Asthaufen bei Bever bot Nahrung für junge Hausrotschwänze.

Sumpfmeise (8.5.26)

Durch Zufall entdeckte ich die kleine Sumpfmeise in einem grossen Park. Sie hielt sich am Boden auf und bewegte sich vor allem gehend und hüpfenderweise mit etwas Flügelunterstützung. Zum Fliegen reichte es aber nicht. Während meiner Anwesenheit wurde sie zwei Mal gefüttert.