Kleinspecht (29.3.21)

Der heutige Besuch im Wald galt vor allem den Baumläufern. Da war aber gar nichts zu sehen, entweder sind schon Eier zu bebrüten, oder der Nistplatz wurde verlassen. Die Eichelhäher in der Nähe tragen Nistmaterial ein, einer der beiden Vögel ist auch nicht besonders scheu, einmal flog er nach längerem Sichtkontakt knapp einen Meter über meinem Kopf durch.

Die Schwarzspechte sind noch immer in der Gegend, das Männchen konnte ich beim Weiterbau der Höhle beobachten, wahrend die andere, besser einsehbare  Höhle vom Kleiber zugekleibert wurde.

Am schönsten war aber die Kleinspechtbeobachtung: Das Männchen hackte längere Zeit an einer neuen Höhle, als das Weibchen auch an den toten Baum flog, und empor spazierte. Es inspizierte eine schon bestehende Höhle, kletterte aber weiter bis es höher war als das hackende Männchen. Kurze Zeit darauf flog zuerst das Weibchen, dann das Männchen weg. Und kaum war das geschehen, landete ein Buntespecht und kroch kurz in die vorher vom Kleinspechtweibchen begutachtete Höhle. Der Baum wird übrigens auch vom Schwarzspecht als Trommelbaum benützt. Ob das alles zusammen gut gehen kann?

Baumläufer (24.3.21)

Eine alte Buche mit teilweise gelöster Borke gefiel einem Pärchen Gartenbaumläufer sehr gut, vor allem ein Ort (Bild rechts), wo eine Brut möglich wäre.

Gleichzeitig hörten wir auch den Waldbaumläufer und konnten ihn später auch sehen. Beide Baumläuferarten nutzen also dasselbe Gebiet, auf rund 525 müM.

Ebenfalls vom gleichen Standpunkt aus sahen wir ein Eichelhäherpaar, das wohl beabsichtigt, sich in einem Efeu einzuquartieren.

Und wenig weiter weg suchte ein Kleinspechtweibchen nach Nahrung (nicht fotogen).

Beim Bahnhof Wipkingen genossen die Mauereidechsen das warme Wetter.

Schwarzspechte am Höhlenbaum (8.3.21)

Schöne Beobachtungen vom Schwarzspecht gibt es dieses Jahr im Hönggerwald. (Noch) gut einsehbar arbeiten Männchen und Weibchen simultan je an einer Höhle.

Das Weibchen bearbeitet eine ältere, gut einsehbare  Höhle, die der Kleiber schon für sich geglaubt hat und mit zukleben begonnen hat. Die Buche des Schwarzspechtmännchens ist versteckter und weiter weg (deshalb kein Foto davon), er scheint an einer neuen Höhle zu arbeiten.

Je nach Lichteinfall und Kopfstellung ist es übrigens gar nicht so einfach festzustellen, ob es sich um ein Männchen oder um ein Weibchen handelt.

Wird wohl in einer der beiden Höhlen gebrütet werden?

Mittelspecht (23.2.21)

Bis 2009 war der Mittelspecht im Hönggerwald verschwunden gewesen, obwohl er früher, bis etwa 1975 (geschätzt) dort vorkam. In den letzten 12 Jahren hat sich die Population prächtig entwickelt. Nun ist mindestens jeder zweite anzutreffende Specht ein Mittelspecht. Der Zusammenhang mit der anfangs der Achzigerjahre des letzten Jahrhundert wieder aufgenommenen Mittelweald-Bewirtschaftung scheint augenscheinlich, obwohl viele Beobachtungen nicht im Mittelwaldperimeter sind.

Zu dieser Jahreszeit sind die Spechte allgemein sehr aktiv. Sie suchen Bäume für Höhlen und Partner, markieren auch ihr Territorium mittels Lautäusserungen wie Trommeln, Rufen oder beim Mittelspecht mit Quäken.

Eine schöne Fotobeobachtung glückte mir am Dienstag, 23. Februar, rein zufällig.

Schwarzspecht (17.2.21)

Nachtrag vom 25. Februar 2021: Es juckt  trommeln  Höhlenbau

So aktiv wie an diesem Mittwoch sahen wir die Schwarzspechte im Hönggerwald noch selten. Sie riefen oft, flogen umher und suchten nach Nahrung.

Das Licht im Wald war eher knapp, und so mussten 8000 ISO herhalten, was man der Qualität der Bilder natürlich ansieht.

Auf dem Heimweg schauten wir noch einer Ringeltaube zu, die einen öffentlichen Brunnen zu ihrem Bad erklärte und ausführlich drin plantschte.